Online-Spielothek in Deutschland: welche Anbieter erlaubt sind und was am Automaten wirklich zählt

Aktuell für Oktober 2026
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Walzen eines Spielautomaten auf einem Bildschirm in einer Online-Spielothek
Zwölf Angebote tragen hierzulande eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Der Rest wirbt nur lauter.

Wer „beste Online-Spielothek“ in die Suche tippt, landet fast immer auf derselben Sorte Seite: eine Rangliste mit Sternen, ein fettes Bonusversprechen, darunter ein Knopf. Was dort selten steht: welcher dieser Anbieter überhaupt eine deutsche Erlaubnis besitzt, und was das für das Spiel bedeutet. Genau da fängt dieser Text an.

Denn „Spielothek“ ist online kein Werbewort, sondern eine juristisch eng geschnittene Kategorie. Sie umfasst Spielautomaten — und sonst nichts. Kein Roulette, kein Blackjack, kein Live-Tisch, kein wachsender Jackpot. Wer das verstanden hat, liest jede Anbieterliste anders. Und trifft bessere Entscheidungen.

Die nächste Frage beantwortet der Beitrag zu Jackpot Slots.

Was eine Online-Spielothek von einem Online-Casino unterscheidet

Stationär sind Spielhalle und Spielothek dasselbe: ein Raum mit Geldspielgeräten. Der Begriff hängt umgangssprachlich eng an Merkur, weil die Gauselmann-Gruppe ihre Standorte über Jahrzehnte so genannt hat. Online dagegen trennt das Recht scharf, und diese Trennung ist der Grund, warum die deutschen Angebote überhaupt Spielothek heißen.

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, zählt in § 4 Abs. 4 abschließend auf, was im Internet erlaubt werden darf. Alles, was dort nicht steht, bleibt verboten. Erlaubt sind virtuelle Automatenspiele, Online-Poker, Sport- und Pferdewetten — bundesweit vergeben von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. Online-Casinospiele, also virtuelle Tischspiele und Live-Übertragungen eines Bankhalterspiels nach § 3 Abs. 1a, darf diese Behörde gar nicht erlauben. Dafür sind nach § 22c ausschließlich die Länder zuständig, und die haben sich zurückgehalten: Stand Mai 2025 existierten fünf Konzessionen, verteilt auf Schleswig-Holstein und Bayern, jeweils beschränkt auf Einwohner des betreffenden Landes.

Daraus folgt der Zuschnitt jedes bundesweit erlaubten Angebots. Es gibt Walzen. Es gibt keinen Croupier. § 22a Abs. 2 verbietet zusätzlich Automatenspiele, die ein Bankhalterspiel nachbilden — die Umgehung über einen als Automat verkleideten Roulettekessel ist also mitgedacht und ausgeschlossen.

Und der Name? § 22a Abs. 11 untersagt es, virtuelle Automatenspiele als „Casino“ zu bezeichnen oder unter dieser Bezeichnung zu bewerben. Ein Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit nach § 28a Abs. 1 Nr. 53. Deshalb hat sich im deutschen Markt das Wort Spielothek durchgesetzt: nicht als Marketingeinfall, sondern als Ausweichbewegung vor einer Bußgeldnorm. Die Branche hat sich ihren eigenen Namen nicht ausgesucht.

Für den Spieler, der vor 2021 online war, ist die Folge spürbar. Tischspiele verschwanden. Progressive Automaten verschwanden. Übrig blieb ein Angebot, das dem Gerät in der Spielhalle näher steht als dem, was aus internationalen Angeboten bekannt ist — mit einem entscheidenden Unterschied bei der Auszahlungsquote, der weiter unten mit Zahlen belegt wird.

Warum gibt es in einer deutschen Online-Spielothek kein Roulette und kein Live-Angebot?

Weil die bundesweite Erlaubnis der Glücksspielbehörde nur virtuelle Automatenspiele umfasst. Tischspiele und Live-Übertragungen zählen nach § 3 Abs. 1a zu den Online-Casinospielen, die allein die Länder konzessionieren dürfen — bislang nur in Schleswig-Holstein und Bayern, jeweils regional begrenzt. Ein bundesweit erlaubtes Angebot darf sie schlicht nicht führen.

Behördliche Übersicht der erlaubten Anbieter geöffnet auf einem Bildschirm
Die amtliche Übersicht ist unspektakulär formatiert und trotzdem die einzige Quelle, die zählt.

Empfohlene Online Casinos

1
Slotsgem
Lizenz: Curacao · Bonus: Ersteinzahlungsbonus 120% mit bis zu € 600 + 125 Freispiele · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days
2
WildChance
Bonus: Willkommenspaket 280% bis zu 3200 € + 800 FS + 30 Münzen · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days
3
WinShark
Bonus: 240% Bis zu €2500 + 300 Gratis Spins · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days
4
PlayBaze
Bonus: BEGRÜSSUNGSBONUS FÜR DIE ERSTE EINZAHLUNG Hol dir einen 100 %-Bonus von bis zu 1.250 € · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days
5
Luckygem
Bonus: €700 Bonus or 50 FS · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days
6
MegaBet
Lizenz: National Betting Authority of Cyprus, Class B bookmaker's licence No. B0011 and Class A Receiver license (A014) · Bonus: Willkommenspaket bis zu 12.000 EUR + 777 FS · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days
7
Drakaris
Lizenz: Tobique Gaming Commission, licence No. 0000002 · Bonus: 100% up to 1000 EUR + 100 FS · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days
8
RedRacer
Bonus: Welcome Casino Bonus 300% up to 10,000€ + 400 FS · Auszahlungsgeschwindigkeit: 1-3 business days

Die erlaubten Anbieter im Überblick

Die Behörde führt eine öffentliche Liste, offiziell „Übersicht erlaubter Anbieter“. Auf dem Stand vom 21. Juli 2026 stehen dort 17 Erlaubnisinhaber für virtuelle Automatenspiele. Zwei davon, LOTTO Hessen und Lotto24, sind Lotterievermittler ohne Automatenangebot. Mehrere Inhaber führen mehrere Domains: Merkur Bets Malta fünf, Löwen Play drei, Interwetten zwei, die Berliner DGGS zwei, Ladbrokes zwei.

Beim Sitz der Erlaubnisinhaber ergibt sich ein Bild, das kaum jemand erwartet. Die Mehrheit sitzt auf Malta — auch die Konzerntöchter der deutschen Automatenhersteller. Drei Ausnahmen gibt es: Löwen Play digital in Bingen am Rhein, Jokerstar in Baindt, DGGS in Berlin. Ein maltesischer Sitz ist dabei kein Makel und kein Warnzeichen, solange die deutsche Erlaubnis vorliegt. Er ist nur ein Hinweis darauf, dass die Konzernstrukturen der Branche älter sind als der Staatsvertrag.

Die folgende Tabelle nennt bewusst keine Bewertungsnote. Eine Note ist eine Meinung mit Kommastelle. Stattdessen steht dort das Datum der Erlaubnis, das nachprüfbar ist, und die Angabe, wo belastbare Zahlen fehlen.

AnbieterErlaubnis seitMindesteinzahlungUmsatzbedingungAuszahlungstempoBesonderheit
Merkur Slots03.11.202310 €Angaben widersprüchlich, hier nicht beziffertelektronisch im Stundenbereich, SEPA bis 24 Std.ein Konto über vier Konzernmarken, Telefonhotline
StarGames02.02.20235 €50-fach, 3 Tage Fristelektronisch 24 Std., Karte 1–3 Tageüber 170 Novoline-Klassiker, Anwendung für beide Systeme
Löwen Play15.12.202210 €20-fachalle Wege binnen 24 Std.deutscher Sitz, exklusive LIONLINE-Titel
Jokerstar09.08.202210 €35-fach, 21 Tagebis 72 Std.automatische Auszahlung ab selbst gesetzter Schwelle
JackpotPiraten27.04.20221 €40-fach auf den Bonusbetrag, 30 TageAnbieter nennt 24 Std., Portale 1–5 Tageerste Automatenerlaubnis Deutschlands, offene Quoten je Spiel
BingBong27.04.20221 €40-fach nur auf den Bonusbetrag, 30 Tage1–24 Std. nach Anbieterangabe400 Freispiele bei 25 € Bonusobergrenze, keine Paysafecard
Wunderino24.11.202210 €30-fach auf Einzahlung und Bonus, 14 Tage24 bis 72 Std.rund 1.500 Automaten, umsatzfreie Freispielerträge
AdmiralBet Slots28.09.202210 € für das Startangebotnirgends veröffentlicht24 Std. nach AnbieterangabeErlaubnisinhaber ist zugleich Hersteller der Novoline-Titel
Interwetten13.10.202210 €keine belastbare Angabekeine belastbare AngabeSchwesterdomain lasmegas.de erlaubt, aber nie gestartet
LeoVegas27.02.202310 €20-fach nur auf die Einzahlung, 14 Tage1–5 Tage nach PortalangabeFreispielwert 0,25 €, Erträge umsatzfrei
bwin10.11.202210 € für das Startangebot40-fach auf Einzahlung und Bonus, 30 Tage8 Std. in einem Test, sonst 1–5 Tagedrei Erlaubnisse: Wette, Poker, Automaten
Betano31.05.202310 € für das Startangebot35-fach auf die Einzahlung, 30 Tageveröffentlicht keine FristenApple Pay und Google Pay nebeneinander

Zwei Hinweise zur Lesart. Erstens schwanken die Angaben zur Zahl der Automaten zwischen den Quellen erheblich, teils um den Faktor zwei bis vier — deshalb steht diese Größe nicht in der Tabelle, sondern in den Einzelbeschreibungen mit ausgewiesener Spanne. Zweitens ist eine fehlende Angabe hier keine Nachlässigkeit der Recherche, sondern ein Befund: wer seine Auszahlungsfristen nicht veröffentlicht, hat sich dafür entschieden.

Sind Online-Spielotheken in Deutschland legal?

Ja, sofern die konkrete Domain in der Übersicht erlaubter Anbieter der Glücksspielbehörde steht. Virtuelle Automatenspiele werden bundesweit erlaubt. Angebote ohne diesen Eintrag sind unerlaubt, unabhängig davon, welche ausländische Lizenz sie führen — der Europäische Gerichtshof hat im April 2026 bestätigt, dass eine maltesische Erlaubnis daran nichts ändert.

Reihe von Spielautomaten mit leuchtenden Walzen in einer Spielhalle
Hinter den zwölf Marken stecken weniger Gesellschaften, als die Namen vermuten lassen.

Die zwölf Angebote im Einzelnen

Zwölf Front-Ends treten im erlaubten Markt als eigenständiges Spielothek-Angebot auf. Nicht zwölf Erlaubnisinhaber — die Zahl ist eine andere, weil manche Gesellschaft zwei Marken betreibt und manche Marke ohne erkennbares Automatenprofil bleibt. Hier zählt, was der Spieler tatsächlich vorfindet.

Merkur Slots

Erlaubnisinhaber ist Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, bis zur Umfirmierung 2025 unter dem Namen Cashpoint Malta Limited geführt. Dahinter steht die Merkur Group aus Espelkamp, gegründet 1957, mit über 350 stationären Spielstätten und den Schwestermarken JackpotPiraten, SlotMagie und BingBong. Die Domain merkurslots.de steht seit dem 3. November 2023 auf der Liste; die ältere Konzernerlaubnis für merkur-spiel.de datiert vom 28. Juli 2022. Der Bestand liegt bei rund 900 bis 980 Automaten, je nach Quelle, mit Titeln von Edict, Merkur Gaming, Greentube, Gamomat, Play’n GO, Pragmatic Play, NetEnt, Nolimit City, Red Tiger und Relax Gaming.

Wer die Hausklassiker sucht — Eye of Horus, Fruitinator, El Torero, Jokers Cap, Double Triple Chance — ist hier an der Quelle. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 €, gezahlt wird über PayPal, Klarna, Visa, Mastercard, Paysafecard, Skrill, Neteller, SEPA und Paylado; Apple Pay und Trustly fehlen. Auszahlungen laufen elektronisch im Stundenbereich, per SEPA binnen eines Tages, per Karte in ein bis drei Tagen, jeweils gebührenfrei. Zwei Eigenheiten stechen heraus: die gemeinsame Anmeldung myOneID, mit der ein Konto über alle vier Konzernmarken trägt, und eine echte Telefonhotline, die im deutschen Markt inzwischen Seltenheitswert hat. Die Schwachstelle liegt bei den Bestandskunden — wer schon da ist, bekommt auffallend wenig. Das Willkommensangebot hat sich im Mai 2026 geändert, die Angaben der Vergleichsseiten widersprechen sich seither; eine Zahl steht hier deshalb bewusst nicht.

StarGames

Greentube Malta Limited aus Birkirkara hält die Erlaubnis seit dem 2. Februar 2023, verlängert am 13. Februar 2025. Der Konzern dahinter ist Novomatic, die digitale Tochter Greentube sitzt seit 1998 in Wien. StarGames ist der Veteran des Feldes: seit 2008 aktiv, zuvor unter schleswig-holsteinischer Erlaubnis, und die erste Plattform, auf der Book of Ra online lief. Der Bestand liegt bei rund 1.100 Automaten, darunter über 170 Novoline-Klassiker — der größte Bestand dieser Reihe im erlaubten Markt, aus Konzernproduktion. Book of Ra Deluxe, Sizzling Hot Deluxe, Lucky Lady’s Charm, Lord of the Ocean, Dolphin’s Pearl Deluxe stehen hier nicht als Lizenznahme, sondern als Hauskatalog.

Die Mindesteinzahlung von 5 € ist der niedrigste Wert unter den maltesischen Erlaubnisinhabern. Dafür ist das Startangebot das härteste im Feld: gestaffelt über drei Einzahlungen, mit einer Umsatzbedingung von 50-fach bei einer Frist von drei Tagen. Diese Kombination sollte man einmal durchrechnen, bevor das Wort „geschenkt“ ernst genommen wird — ein Casino ist keine Wohlfahrtseinrichtung, und unfreundlicher wird es im erlaubten Markt nicht. Elf Zahlungswege stehen bereit, darunter Apple Pay und AutomatisierungrCash; elektronische Auszahlungen laufen binnen 24 Stunden, Karte und Überweisung in ein bis drei Tagen. Native Anwendungen für iOS und Android gibt es tatsächlich, was hierzulande die Ausnahme ist. Dazu ein ausgebautes Treueprogramm und die Partnerschaft mit Borussia Dortmund.

Löwen Play

LÖWEN PLAY digital GmbH sitzt Im Tiergarten 30 in Bingen am Rhein — deutscher Unternehmenssitz, in diesem Feld eine Minderheitenposition. Die Gruppe gehört zur Safari Holding im Besitz von Ardian, betreibt stationär über 370 Standorte mit rund 2.500 Beschäftigten und führt ihre Wurzeln auf 1949 zurück. Die Erlaubnis läuft seit dem 15. Dezember 2022 und deckt zusätzlich loewen-player.de und playland.de ab. Im Angebot stehen rund 650 Automaten von zwölf Studios, darunter die exklusiven LIONLINE-Titel, die bei keinem anderen Erlaubnisinhaber zu finden sind, ergänzt um Klassiker von Merkur und Greentube.

Die Konditionen sind ungewöhnlich freundlich geschnitten. Die Umsatzbedingung liegt bei 20-fach — zusammen mit LeoVegas der mildeste Wert im erlaubten Markt. Das Startangebot bietet 100 Prozent bis 100 € plus bis zu 150 Freispiele, gestaffelt, mit Bonuscode und abgeschlossener Verifizierung als Voraussetzung. Eingezahlt werden mindestens 10 €, per Paysafecard erst ab 20 €, über Echtzeitüberweisung, PayPal, Klarna, Visa, Mastercard, Paysafecard und Trustly; Skrill, Neteller und Apple Pay fehlen. Ausgezahlt wird binnen 24 Stunden über alle Wege, auch bei Karte und Überweisung, ohne Limit nach oben — damit ist Löwen Play beim Tempo führend. Eine native Anwendung gibt es nicht, die mobile Website hat den vollen Funktionsumfang. Einen Haken hat die Sache doch: telefonisch erreichbar ist niemand.

Jokerstar

Die Jokerstar GmbH aus der Ziegeleistraße 26 in Baindt gehört zur Kling Automaten GmbH, einem Familienbetrieb seit 1954 in dritter Generation, mit rund 900 Beschäftigten und über 170 stationären Standorten. Die Erlaubnis vom 9. August 2022 zählt zu den frühesten überhaupt. Der Katalog umfasst rund 1.100 Automaten von 24 Studios und ist damit die vielfältigste Zusammenstellung im erlaubten Markt — mit Hacksaw Gaming, Push Gaming, Nolimit City und ELK Studios sind Namen dabei, die unter deutscher Erlaubnis sonst kaum auftauchen. Wer den Merkur-Schwerpunkt der Konkurrenz satt hat, findet hier die Abwechslung.

Beim Startangebot stehen 200 Prozent bis 100 € plus bis zu 200 Freispiele, verteilt über sieben Tage; ein Teil der Freispiele setzt die Anmeldung zum Rundbrief voraus. Die Umsatzbedingung von 35-fach in 21 Tagen ist mittelhart, ein Teilangebot muss allerdings binnen eines einzigen Tages umgesetzt werden. Mindesteinzahlung 10 €, Zahlungswege PayPal, Klarna, Trustly, Visa, Mastercard und Paysafecard, wobei die Auszahlung denselben Weg nimmt wie die Einzahlung — bei Paysafecard und Klarna, die nicht auszahlen, wird auf Überweisung umgeleitet. Mit bis zu 72 Stunden ist das Tempo langsamer als bei Löwen Play und JackpotPiraten. Dafür gibt es ein Merkmal, das kein Mitbewerber hat: eine automatische Auszahlung ab einer selbst gesetzten Schwelle auf ein hinterlegtes Konto. Wer sich selbst nicht über den Weg traut, wenn das Guthaben wächst, bekommt hier ein Werkzeug in die Hand. Sponsoring läuft beim VfB Stuttgart und beim SSV Ulm 1846.

JackpotPiraten

Die DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH residiert in der Moritzstraße 23 in Berlin, eingetragen unter HRB 244176 B, vormals Mernov Betriebsgesellschaft mbH. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsunternehmen von Merkur Group und Novomatic beziehungsweise Greentube — zwei Konkurrenten unter einem Dach. Die Erlaubnis vom 27. April 2022 war die erste für virtuelle Automatenspiele in Deutschland überhaupt. Aus der Eigentümerstruktur folgt eine Besonderheit, die es sonst kaum gibt: Merkur- und Novoline-Klassiker liegen hier im selben Katalog, nach Anbieterangabe über 825 Automaten, darunter Book of Ra, Eye of Horus, Book of Dead, Gates of Olympus, Big Bass Bonanza und Ghost Slider.

Die Einstiegsschwelle liegt bei 1 € — gemeinsam mit der Schwestermarke BingBong der niedrigste Wert im Markt, und die meisten Zahlungswege funktionieren ab diesem Betrag: PayPal, Trustly, Klarna, Sofortüberweisung, Apple Pay, Visa, Mastercard, giropay, Skrill, Neteller. Das Startangebot bietet 100 Prozent bis 100 € plus Freispiele bereits ab 1 € Einzahlung, mit 40-fachem Umsatz auf den Bonusbetrag in 30 Tagen. Ausgezahlt wird nach Anbieterangabe binnen 24 Stunden, Vergleichsportale nennen ein bis fünf Tage, Mindestbetrag 10 €. Das eigentlich Bemerkenswerte ist die Offenheit bei den Quoten: der Anbieter veröffentlicht die Auszahlungsquote je Spiel und erklärt, die Quoten trotz der Steuerlast nicht abgesenkt, sondern stattdessen eine Abgabe von 7 Prozent im Gewinnfall gewählt zu haben. Das ist eine Anbieterangabe, keine unabhängig geprüfte Tatsache — aber es ist die einzige dokumentierte Gegenposition zur branchenüblichen Stillschweigetaktik. Dazu kommen eine kostenlose Telefonhotline und ein seit dem 14. Juli 2022 laufendes Programm zur Verhaltensfrüherkennung.

BingBong

Gleiche Gesellschaft, gleiche Erlaubnis vom 27. April 2022, gleiche technische Basis — BingBong ist das zweite Front-End der Berliner DGGS und die jüngere der beiden Marken. Der Bestand liegt nach eigener Angabe bei 826 Automaten von Merkur, Greentube, Pragmatic Play, Play’n GO, Amatic, Relax Gaming, Swintt, Gamomat, Hölle Games und Apparat. Eigene Titel gibt es nicht. Die Mindesteinzahlung beträgt ebenfalls 1 €.

Der Unterschied zur Schwestermarke steckt im Zuschnitt des Startangebots, und der ist eigenwillig: 100 Prozent bis nur 25 € Bonusobergrenze, dafür 400 Freispiele — die höchste Freispielzahl bei der niedrigsten Bonusgrenze im Markt. Die Umsatzbedingung von 40-fach bezieht sich ausdrücklich nur auf den Bonusbetrag, nicht zusätzlich auf die Einzahlung, Frist 30 Tage; Freispielerträge müssen binnen sieben Tagen umgesetzt werden. Nachgerechnet heißt das: 25 € mit 40-fachem Umsatz sind deutlich schneller erledigt als 100 € mit derselben Vorgabe. Gezahlt wird über PayPal, Apple Pay, Trustly, Klarna, Sofortüberweisung, Mastercard, Visa und giropay — die Paysafecard fehlt hier, anders als bei JackpotPiraten. Auszahlungen dauern nach Anbieterangabe zwischen einer und 24 Stunden. Eine native Anwendung existiert nicht; was als Anwendung beworben wird, ist die Website. Ein Treueprogramm gibt es nicht. Dafür betreibt BingBong eine ausführliche Wissenssammlung zum Rechtsrahmen, die zu den wenigen aktuellen deutschsprachigen Quellen zum Stufenmodell beim Höchsteinsatz gehört.

Wunderino

Megapixel Entertainment Limited aus Naxxar auf Malta führt die Marke seit 2016, zuvor unter schleswig-holsteinischer und maltesischer Erlaubnis; die deutsche Erlaubnis datiert vom 24. November 2022. Mit rund 1.500 Automaten steht hier der größte Bestand im erlaubten Markt. Die Studioliste ist entsprechend lang: NetEnt, Play’n GO, Pragmatic Play, Gamomat, Yggdrasil, Thunderkick, Blueprint, Push Gaming, Merkur, Greentube, Nolimit City, Hacksaw, Red Tiger, Relax Gaming. Gespielt werden Ramses Book, Gates of Olympus, Razor Shark, Big Bass Bonanza, Book of Dead.

Das Startangebot bewirbt 400 Prozent bis 40 € plus 100 Freispiele, ausgegeben über fünf Tage, mit 30-fachem Umsatz auf Einzahlung und Bonus binnen 14 Tagen. Die Freispielerträge sind umsatzfrei — eine Erleichterung, die nur wenige Mitbewerber bieten. Die hohe Prozentzahl bezieht sich auf eine niedrige Obergrenze, was die übliche Rechnung ist: Prozente sind billig, Obergrenzen kosten. Mindesteinzahlung 10 €, Zahlungswege PayPal, Visa, Mastercard, Sofort, Trustly, Paysafecard, MuchBetter, giropay und Überweisung. Der Anbieter nennt 24 Stunden für die Auszahlung, räumt sich im eigenen Regelwerk aber bis zu 72 Stunden ein. Stark ist die Spielerbindung: ein saisonales Stufensystem mit Aufgaben, tägliche Turniere, eine native Anwendung für iOS. Telefonisch erreichbar ist auch hier niemand.

AdmiralBet Slots

Greentube Betting Malta Limited aus Birkirkara hält die Erlaubnis seit dem 28. September 2022, verlängert am 29. Juli 2024. Derselbe Konzern wie StarGames, andere Gesellschaft — die Wettmarke admiralbet.de verfügt zudem über eine eigene, ältere Erlaubnis von 2020. Zum Bestand gehen die Angaben weit auseinander, je nach Quelle zwischen 300 und 900 Automaten; eine belastbare Zahl gibt es nicht. Der Kern ist der Novoline-Katalog aus Konzernproduktion: Book of Ra, Sizzling Hot Deluxe, Lord of the Ocean, Lucky Lady’s Charm Deluxe, Dolphin’s Pearl, dazu die Reihen Cash Connection und Diamond Link.

Genau darin liegt die Besonderheit. AdmiralBet ist der einzige Erlaubnisinhaber im Feld, der zugleich Hersteller der Automaten ist, die er anbietet — bei allen anderen läuft eingekaufte Ware. Das Startangebot besteht aus gestaffelten Freispielen über die Registrierung und drei Einzahlungen, ohne Geldbonus; die Umsatzbedingung ist in keiner öffentlichen Quelle angegeben, und wer sie nicht veröffentlicht, wird hier auch nicht dafür geschätzt. Die Mindesteinzahlung für das Startangebot liegt bei 10 €, Einzahlungen sind ab 5 € möglich. Elf Zahlungswege stehen bereit, darunter Apple Pay, giropay und Trustly, wobei widersprüchlich belegt ist, ob PayPal auch den Automatenbereich bedient. Ausgezahlt wird nach Anbieterangabe binnen 24 Stunden über alle Wege, gebührenfrei. Native Anwendungen für iOS und Android gibt es, kombiniert mit dem Wettangebot. Wer den kleinsten Bestand im Feld hinnimmt, bekommt dafür die Novoline-Reihe aus erster Hand und eine stationäre ADMIRAL-Präsenz im Rücken.

Interwetten

Interwetten Gaming Limited sitzt am Tigné Point in Sliema, die Marke ist seit rund 1990 am Markt und damit über 35 Jahre alt. Die Wetterlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 13. Oktober 2022 — und zwar für zwei Domains: interwetten.de und lasmegas.de. Der Automatenbereich von interwetten.de umfasst je nach Quelle zwischen 650 und über 1.000 Titel von Pragmatic Play, Play’n GO, Playson, Push Gaming, Greentube, Red Tiger, NetEnt und Yggdrasil. Mindesteinzahlung 10 €, ein ungewöhnlich breites Zahlungsfeld mit PayPal, Apple Pay, Google Pay, MuchBetter, Automatisierungrcash, Skrill, Neteller, Visa, Mastercard, Sofort, Klarna, Paysafecard, Trustly und Überweisung, native Anwendungen für beide Systeme und eine telefonische Erreichbarkeit, die viele Mitbewerber nicht bieten.

Der interessante Teil ist die zweite Domain. lasmegas.de steht seit Oktober 2022 mit Erlaubnis in der behördlichen Übersicht und liefert bis heute kein Angebot aus. Der Direktaufruf schlägt fehl. Die Archivaufnahme von Oktober 2022 zeigt eine geparkte Domain, die jüngsten Aufnahmen bis Mai 2026 ein leeres Dokument. Es gibt keine Berichterstattung, keinen Testbericht, keine Erwähnung als aktive Marke — nirgends. Vier Jahre Erlaubnis, kein Produkt. Das ist kein Skandal, sondern eine nützliche Lektion über die Liste selbst: sie dokumentiert eine Befugnis, kein Angebot. Wer nach Markennamen sucht statt nach Domain, kann sich hier eine Weile im Kreis drehen.

LeoVegas

LVSports Limited aus Sliema gehört zur LeoVegas-Gruppe, gegründet 2011 in Stockholm und seit 2022 Tochter von MGM Resorts International. Die Erlaubnis läuft seit dem 27. Februar 2023. Über 920 Automaten stehen bereit, ausschließlich Automaten — kein Live-Bereich, keine Tischspiele, wie bei jedem deutschen Erlaubnisinhaber. Die Studios sind vertraut: Greentube, Merkur, Pragmatic Play, Play’n GO, NetEnt, Yggdrasil.

Die Bonusbedingungen sind die spielerfreundlichsten im erlaubten Markt, und das ist ausnahmsweise keine Werbeformel, sondern ergibt sich aus dem Vergleich der Zahlen. Das Startangebot bietet 100 Prozent bis 100 € plus bis zu 100 Freispiele auf Book of Dead, gestaffelt. Die Umsatzbedingung liegt bei 20-fach und bezieht sich allein auf die Einzahlung, nicht zusätzlich auf den Bonus, Frist 14 Tage. Die Freispielerträge sind umsatzfrei, und der Freispielwert beträgt 0,25 € statt der marktüblichen 0,10 € — ein Faktor zweieinhalb, den kaum jemand beachtet, weil in der Werbung nur die Stückzahl steht. Mindesteinzahlung 10 €, gezahlt wird über PayPal, Trustly, Sofortüberweisung, Klarna, Visa, Mastercard, Skrill, Paysafecard und Überweisung; Neteller und Apple Pay fehlen. Zum Auszahlungstempo nennen Portale ein bis fünf Tage, anbieterseitige Einzelfristen sind nicht belegt. Die mobile Umsetzung ist mehrfach ausgezeichnet, allerdings mit einer merkwürdigen Lücke: die native Anwendung gibt es nur für iOS, für Android nicht. Erreichbar ist der Kundendienst ausschließlich im Chat.

bwin

bwin (Deutschland) Limited aus Gzira gehört zum Entain-Konzern; die Marke wurde 1997 in Wien als betandwin gegründet. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele datiert vom 10. November 2022. Der eigentliche Sonderfall liegt aber woanders: bwin ist einer der ganz wenigen Anbieter mit drei Erlaubnissen unter einem Dach — Sportwette, Poker und virtuelle Automatenspiele. Beim Online-Poker gibt es bundesweit nur zwei Erlaubnisinhaber, und bwin ist einer davon. Wer alle drei Sparten in einem Konto führen will, hat schlicht kaum eine Alternative.

Zum Automatenbestand kursieren Angaben zwischen 900 und 1.250 Titeln, die Spanne bleibt hier stehen, weil keine Quelle sie auflöst. Studios sind Merkur, Greentube, Play’n GO, Pragmatic Play, Gamomat, Push Gaming, Edict, NetEnt und Red Tiger, gespielt werden El Torero, Book of Ra, Legacy of Dead, Razor Shark, Sweet Bonanza. Beim Startangebot laufen zwei Varianten parallel durch den Markt; belegt ist eine Umsatzbedingung von 40-fach auf Einzahlung und Bonus binnen 30 Tagen, bei eingeschränkter Auswahl qualifizierender Zahlungswege. Eine Bonuszahl steht hier deshalb nicht. Elf Zahlungswege sind vorhanden, darunter PayPal, Tink, Skrill, Neteller, Trustly, Paysafecard und Sofort; Klarna ist nicht belegt. Die Mindesteinzahlung für das Startangebot beträgt 10 €, einzahlen kann man ab 5 €. Ein Test kam bei elektronischen Wegen auf acht Stunden, andere Quellen nennen ein bis fünf Tage. Native Anwendungen gibt es für beide Systeme. Der Gegenpol zur Sparten-Vielfalt: die öffentliche Bewertung gerade des Automatenbereichs fällt im Feldvergleich schwach aus — hier ist bwin Wett- und Pokermarke mit angehängten Walzen, nicht Spielothek aus Überzeugung.

Betano

Betkick Sportsbetting Limited aus San Ġiljan gehört zu Kaizen Gaming; das Unternehmen wurde in Österreich gegründet und 2018 übernommen. Die Wetterlaubnis besteht seit dem 19. Februar 2021, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele dagegen erst seit dem 31. Mai 2023 — die jüngste im Feld. Der Bestand liegt bei rund 600 bis 714 Automaten und ist damit der zweitkleinste, bespielt von Pragmatic Play, Play’n GO, Gamomat, Greentube, ELK Studios, Playson, Synot und Merkur.

Beim beworbenen Prozentsatz führt Betano das Feld an: 400 Prozent bis 80 € plus 400 Freispiele, Bonuscode vorausgesetzt, mit 35-fachem Umsatz auf die Einzahlung in 30 Tagen. Der Bonus ist zwischen Wett- und Automatenbereich nicht übertragbar, und eine Einzahlung über Skrill schließt ihn ganz aus — solche Klauseln stehen selten im Werbebanner. Die Angaben zur Mindesteinzahlung schwanken zwischen 1 € und 10 €; für das Startangebot gilt der höhere Wert. Zahlungswege sind PayPal, Visa, Mastercard, Apple Pay, Google Pay, Klarna, Paysafecard, Skrill und Trustly, wobei Apple Pay und Google Pay nebeneinander im erlaubten Markt selten sind. Zum Auszahlungstempo gibt es nichts zu berichten, und das ist wörtlich gemeint: Betano veröffentlicht keine Fristen. Eine Schätzung wäre hier eine Erfindung. Zertifiziert ist das Haus nach ISO/IEC 27001, gesponsert werden der FC Bayern und die UEFA, native Anwendungen gibt es für beide Systeme.

Kann man in einer Online-Spielothek Merkur- und Novoline-Automaten spielen?

Ja, beide Kataloge sind erlaubt und weit verbreitet. Merkur-Titel laufen bei Merkur Slots, Löwen Play, Jokerstar, JackpotPiraten, BingBong, Wunderino, bwin, Betano und LeoVegas. Novoline-Originale bieten StarGames und AdmiralBet Slots aus Konzernproduktion. JackpotPiraten führt beide Reihen zusammen, weil hinter der Marke ein Gemeinschaftsunternehmen beider Hersteller steht.

Den vollständigen Überblick gibt unser Ratgeber zu Casinos mit Mindesteinzahlung.

Person vergleicht am Laptop eine Internetadresse mit einem amtlichen Verzeichnis
Erlaubt wird die Adresse, nicht das Logo darüber. Diese Unterscheidung erspart später viel Ärger.

Erlaubnis selbst prüfen

Die Prüfung dauert eine Minute und ersetzt jede Rangliste. Entscheidend ist dabei ein Detail, das praktisch nirgends erklärt wird: erlaubt wird nicht die Marke, sondern die Domain. In der behördlichen Übersicht steht neben dem Erlaubnisinhaber eine Aufzählung konkreter Internetadressen. Merkur Bets Malta hat fünf davon, Löwen Play drei, Interwetten zwei. Eine sechste Merkur-Adresse wäre nicht erlaubt, auch wenn dasselbe Logo darauf prangt und dieselbe Gesellschaft dahinterstünde.

Der Ablauf: Adresszeile im Browser anschauen, die vollständige Domain notieren, auf gluecksspiel-behoerde.de die Übersicht erlaubter Anbieter öffnen, die Zeichenkette suchen. Steht sie da, ist das Angebot erlaubt. Steht sie nicht da, ist es das nicht — und zwar unabhängig davon, wie überzeugend die Seite über ihre maltesische oder curaçaoische Lizenz spricht. Der Europäische Gerichtshof hat am 16. April 2026 in der Sache C-440/23 klargestellt, dass Unionsrecht einen Mitgliedstaat nicht daran hindert, Online-Casinospiele und virtuelle Automatenspiele zu verbieten und daran zivilrechtliche Folgen zu knüpfen. Ein Spieler kann Einsätze bei einem Anbieter aus einem anderen Mitgliedstaat zurückfordern; eine maltesische Erlaubnis schützt den Betreiber nicht. Der Bundesgerichtshof war am 22. März 2024 in der Sache I ZR 88/23 zum selben Ergebnis gekommen: Ein Vertrag, der gegen den Staatsvertrag verstößt, ist nach § 134 BGB nichtig, das Geld kann zurückverlangt werden.

Weitere Erkennungsmerkmale, die ohne Registrierung sichtbar sind: Ein erlaubtes Angebot läuft nach § 6e Abs. 3 unter einer .de-Adresse. Es nennt sich nicht Casino, weil es das nicht darf. Es führt keine Tischspiele und keinen Live-Bereich. Es verlangt vor dem ersten Spiel ein monatliches Einzahlungslimit. Und es zeigt an der Stelle, an der der Einsatz geleistet wird, die durchschnittliche Auszahlungsquote je 1 € an — das schreibt § 22a Abs. 3 vor. Fehlt eines dieser Merkmale, stimmt etwas nicht.

Ein Wort zu den Vergleichsseiten, auf denen diese Suche meist beginnt. Die Übereinstimmung zwischen Bestenlisten und behördlicher Übersicht ist schlecht. Ein großes deutschsprachiges Portal führt 21 Marken unter einer Überschrift, die deutsche Legalität nahelegt, darunter mehrere ohne deutsche Erlaubnis. Ein anderes listet 25 Angebote mit Curaçao-Lizenz. Das ist keine Verschwörung, sondern Geschäftsmodell — vermittelt wird, was Provision zahlt, und Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zahlen oft mehr. Für die eigene Prüfung folgt daraus eine einfache Reihenfolge: erst die Behördenliste, dann die Bestenliste. Nicht umgekehrt.

Die Durchsetzung gegen unerlaubte Angebote läuft übrigens seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. März 2025 in der Sache 8 C 3.24 nicht mehr über Sperranordnungen gegen Zugangsanbieter — die sind unzulässig. Die Behörde arbeitet stattdessen über Hostprovider und über die Zahlungsströme, denn § 4 Abs. 1 Satz 2 und 3 verbietet die Mitwirkung an Zahlungen für unerlaubtes Glücksspiel. Praktische Folge für den Spieler: Eine unerlaubte Seite bleibt erreichbar, aber die Einzahlung kann jederzeit hängenbleiben, und im Streitfall steht er ohne Beschwerdestelle da.

Die Regeln am Automaten

Hier wird es konkret, denn diese Vorgaben bestimmen jede einzelne Runde. Und der wichtigste Punkt hat sich zum 1. Juli 2026 geändert, was der überwiegende Teil der deutschsprachigen Vergleichsseiten bis heute nicht abgebildet hat.

Die Grundregel lautet weiterhin: 1 € Höchsteinsatz je Spiel. Mit dem Änderungsbescheid vom 30. Juni 2026, gestützt auf § 22a Abs. 7 Satz 2, hat die Glücksspielbehörde daraus ein Stufenmodell gemacht. Stufe eins erlaubt bis zu 3 € je Spiel, aber nur für Spielende ab vollendetem 21. Lebensjahr. Stufe zwei erlaubt bis zu 5 €, zusätzlich nur nach mindestens 90 Tagen suchtunauffälligen Spielverhaltens und begleitet von einem gesonderten Monitoring des Anbieters. Einen Anspruch darauf hat niemand: Der Anbieter muss für die höheren Stufen gesondert zugelassen sein und eine Entscheidungsrichtlinie erfüllen. Und das Ganze ist befristet bis zum 31. Dezember 2027 — es ist ein Versuch, kein Dauerzustand.

Wer also auf einer Vergleichsseite liest, in Deutschland gelte ein starrer Ein-Euro-Deckel, liest eine Beschreibung des Marktes von gestern. Praktisch bedeutet das Modell: Der Neuling spielt mit 1 €, unabhängig vom Kontostand. Der über 21-Jährige kann bei einem entsprechend zugelassenen Anbieter das Dreifache setzen. Fünf Euro sehen nur diejenigen, die drei Monate unauffällig gespielt haben und deren Anbieter mitmacht.

Die übrigen Vorgaben aus § 22a sind seit 2021 stabil und in der Summe der Grund, warum sich deutsches Automatenspiel spürbar anders anfühlt:

• Ein Spiel dauert durchschnittlich mindestens fünf Sekunden (Abs. 6) — der Schnelldurchlauf mit Hunderten Runden pro Stunde ist damit ausgeschlossen. • Kein automatischer Neustart, keine Erklärung für mehrere Spiele im Voraus (Abs. 4) — jede Runde braucht eine eigene Handlung. • Kein Parallelspiel: nur ein Automat gleichzeitig sichtbar und bespielbar (Abs. 10). • Jackpotverbot (Abs. 8 Satz 2) — der Gewinn ist ein festes Vielfaches des Einsatzes, keine wachsende Summe. • Anzeige der Gewinnwahrscheinlichkeit des Höchstgewinns und der durchschnittlichen Auszahlungsquote je 1 € an der Stelle der Einsatzleistung (Abs. 3). • Nur Euro und Cent, keine Punkte, keine Chips, keine Zwischenwährung (Abs. 5).

Dazu kommt eine Zeitmechanik, die viele erst beim ersten Mal bemerken. § 6h Abs. 7 verlangt eine Zeitanzeige und nach 60 Minuten eine ausdrückliche Bestätigung des Weiterspielens. Bei Automatenspielen geht es dann nach § 22a Abs. 9 nicht sofort weiter: erst fünf Minuten nach dieser Bestätigung. Eine erzwungene Zigarettenpause, gesetzlich verordnet. Nach jeder Anmeldung zeigt der Anbieter außerdem nach § 6d Abs. 2 die Einsätze, Gewinne und Verluste der letzten 30 Tage — wer diese Anzeige regelmäßig ignoriert, tut das bewusst.

Wie hoch ist der Höchsteinsatz pro Runde in einer Online-Spielothek?

Grundsätzlich 1 € je Spiel. Seit dem 1. Juli 2026 erlaubt ein befristetes Stufenmodell bis zu 3 € für Spielende ab 21 Jahren und bis zu 5 € nach mindestens 90 Tagen unauffälligen Spielverhaltens mit gesondertem Monitoring. Ein Anspruch darauf besteht nicht, der Anbieter muss gesondert zugelassen sein. Die Regelung läuft bis Ende 2027.

Notizbuch mit handschriftlich notiertem Monatslimit neben einem Laptop
Das Monatslimit zählt über alle Anbieter zusammen. Vier Konten verteilen den Betrag nur anders.

Einzahlungslimit und Kontoführung

Ohne gesetztes Limit kein Spiel — das ist die erste Hürde nach der Registrierung, und sie überrascht jeden, der aus einem internationalen Angebot kommt. Grundlage sind § 6c und § 6h sowie das anbieterübergreifende System LUGAS, das die Glücksspielbehörde mit einer Limitdatei und einer Aktivitätsdatei betreibt. Zum Jahresende 2025 waren dort nach dem Tätigkeitsbericht der Behörde 5,3 Millionen Spieler registriert.

Das Entscheidende steht in § 6c Abs. 1 Satz 2 und wird ständig missverstanden: Die 1.000 € im Monat gelten anbieterübergreifend. Nicht 1.000 € bei Merkur Slots und nochmal 1.000 € bei StarGames — sondern 1.000 € insgesamt, über alle erlaubten Anbieter, im Kalendermonat. Wer bei vier Anbietern je 250 € einzahlt, ist durch. Nach einer Entscheidung der Behörde vom 18. September 2023 ist eine Erhöhung bis 10.000 € monatlich möglich, nach Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Von einer weiteren Stufe darüber hat die Behörde gegenüber der Presse im März 2025 gesprochen; als Norm ist sie nicht belegt und wird hier deshalb nicht beziffert.

Eine Asymmetrie darin ist die eigentliche Schutzvorrichtung: Eine Erhöhung wirkt erst nach einer siebentägigen Frist. Eine Senkung wirkt sofort. Wer nachts um drei beschließt, sein Limit zu verdoppeln, hat eine Woche Zeit, es sich anders zu überlegen — wer es senkt, ist sofort geschützt. Das ist eine der wenigen Regelungen im deutschen Glücksspielrecht, die man ohne Zähneknirschen gut finden kann.

Die Parallelspielsperre arbeitet in dieselbe Richtung. Vor dem ersten Spiel wird der Status auf „Aktiv“ gesetzt; zurückgesetzt wird er auf Antrag oder automatisch nach 30 Minuten ohne Eingabe, freigegeben erst fünf Minuten nach der Abmeldung. Der Wechsel zwischen Spielbereichen desselben Anbieters — etwa von der Sportwette zum Automaten — ist erst nach einer Minute möglich, und Gewinne aus einem Bereich sind nach § 4 Abs. 5 Nr. 5 erst nach einer Stunde anderswo einsetzbar. Wer bei bwin oder Betano zwischen Wette und Walzen springen will, plant das besser ein.

Beim Konto selbst gilt: ein Konto je Anbieter nach § 6a, die Registrierungsdaten müssen mit geeigneten Verfahren überprüft werden. Das Verifizierungsfenster beträgt 72 Stunden und 100 €; in dieser Zeit kann gespielt, aber nicht ausgezahlt werden. Danach ist die Prüfung abgeschlossen oder das Konto steht still, und jährlich wird nachgeprüft. Zahlungen dürfen nach § 6b Abs. 4 nur von einem auf den Namen des Spielers lautenden Zahlungskonto kommen — anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das erklärt, warum die Paysafecard bei manchen Anbietern zwar einzahlt, aber nie auszahlt.

MethodeEinzahlungAuszahlungTempoVerbreitung im erlaubten Markt
PayPalja, bei fast allenjaMinuten bis wenige Stundenam weitesten verbreitet, bei elf der zwölf Angebote belegt
Sofortüberweisung und TrustlyjaTrustly ja, Sofort meist nichtEinzahlung sofort, Auszahlung Stunden bis 1 Tagsehr verbreitet, bei Löwen Play als dauerhafter Nachfüllbonus begünstigt
Visa und Mastercardja, überalljaEinzahlung sofort, Auszahlung 1–3 Tagevollständig, bei allen zwölf Angeboten
Klarnajameist nicht, dann ÜberweisungEinzahlung sofortverbreitet, bei bwin nicht belegt
Paysafecardja, Löwen Play erst ab 20 €nein, Auszahlung per ÜberweisungEinzahlung sofortverbreitet, fehlt bei BingBong
Apple PayjaneinEinzahlung sofortselten: StarGames, JackpotPiraten, BingBong, AdmiralBet, Interwetten, Betano
Google PayjaneinEinzahlung sofortsehr selten: belegt bei Interwetten und Betano
Skrill und NetellerjajaStundenrückläufig, bei Betano schließt Skrill den Bonus aus
SEPA-Überweisungjaja1–3 Tage, bei Löwen Play binnen 24 Std.überall als Rückfallweg
giropayjaneinEinzahlung sofortJackpotPiraten, BingBong, AdmiralBet, Wunderino

Zwei Muster fallen auf. Erstens zahlt kaum ein Weg auch aus: Bei Paysafecard, Apple Pay, Google Pay, Klarna und giropay geht das Geld über die Überweisung zurück, was die beworbene Sofort-Auszahlung relativiert. Zweitens ist „mit dem Handy bezahlen“ im erlaubten Markt nicht das, was der Suchbegriff verspricht — gemeint sind Apple Pay und Google Pay, nicht eine Abrechnung über die Mobilfunkrechnung. Die gibt es hier nicht, und zwar wegen § 6b Abs. 4.

Wie lange dauert eine Auszahlung aus einer Online-Spielothek?

Bei elektronischen Wegen meist wenige Stunden bis 24 Stunden. Löwen Play zahlt nach eigener Angabe über alle Wege binnen 24 Stunden aus, Jokerstar räumt sich bis zu 72 Stunden ein, Betano veröffentlicht überhaupt keine Fristen. Karten und Überweisungen brauchen ein bis drei Tage. Vor der ersten Auszahlung muss die Verifizierung abgeschlossen sein.

Schlichtes Balkendiagramm ohne Zahlenangaben auf einem Bildschirm
Zwischen Gerät in der Halle und Automat am Bildschirm liegen rund zwanzig Prozentpunkte.

Auszahlungsquoten und was von Gewinnchancen zu halten ist

Der interessanteste Befund des ganzen Themas ist eine Umkehrung, mit der kaum jemand rechnet. Stationäre Merkur-Geräte gibt der Hersteller mit einer Auszahlungsquote von rund 73 Prozent an; im Automatenbereich der Spielhallen liegen die Werte insgesamt etwa zwischen 73 und 80 Prozent. Online, unter deutscher Erlaubnis, bewegen sich die veröffentlichten Werte in einer anderen Größenordnung. JackpotPiraten nennt für Buffalo King 95,53 Prozent, für Triple Triple Chance 95,43, für Dragon’s Treasure 94,87, für Eye of Horus 94,83, für Book of Ra 94,26. Dasselbe Spielprinzip, dieselbe Marke auf dem Gehäuse — und rund zwanzig Prozentpunkte Unterschied.

Das ist kein Wohlwollen, sondern Technik: Ein Server hat keine Miete für eine Ladenfläche in der Fußgängerzone zu zahlen und keine Aufsteller zu vergüten. Für den Spieler ist es trotzdem der stärkste belastbare Grund, das Automatenspiel im Netz dem in der Halle vorzuziehen — sofern gespielt wird.

Jetzt die Gegenrichtung, und hier widersprechen wir dem gesamten Vergleichsmarkt. Die Portale verkaufen einen hohen Wert als Gütesiegel: je höher, desto besser der Anbieter. Rechnen wir nach. Seit dem 1. Juli 2021 gilt die Virtuelle Automatensteuer nach §§ 36 bis 45 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. § 38 setzt sie auf 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, und weil die Bemessungsgrundlage nach § 37 der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist, entspricht das rund 5,03 Prozent des Bruttoeinsatzes. Steuerschuldner ist nach § 39 der Anbieter, aber die Gesetzesbegründung in BT-Drs. 19/28400 rechnet ausdrücklich mit der Abwälzung auf den Spieler. Der Bundesfinanzhof hat die Regelung zweimal bestätigt, am 14. Februar 2023 unter IX B 42/22 und am 29. Januar 2025 unter IX B 93/24 — und dabei festgehalten, dass für virtuelle Automatenspiele, anders als für stationäre Geräte nach § 13 SpielV, gar keine Mindestauszahlungsquote vorgeschrieben ist.

Daraus folgt: Wer auf jeden eingesetzten Euro gut fünf Cent Steuer abführt und trotzdem 97 oder 98 Prozent ausschütten will, macht ein Verlustgeschäft. Ein deutschsprachiges Angebot, das mit solchen Werten wirbt, führt entweder keine deutsche Erlaubnis — oder die Zahl stimmt nicht. Ein auffällig hoher Wert ist in diesem Markt also eher ein Warnzeichen als ein Qualitätsmerkmal. Genau umgekehrt zu dem, was die Bestenlisten nahelegen.

Eine dokumentierte Gegenposition gibt es. JackpotPiraten erklärt, die Quoten trotz der Abgabe nicht abgesenkt und stattdessen eine Abgabe von 7 Prozent im Gewinnfall gewählt zu haben. Das ist eine Anbieterangabe ohne unabhängige Prüfung, aber immerhin eine offengelegte Rechnung — und die einzige im Feld.

Nachprüfen lässt sich das Ganze im Spiel selbst: § 22a Abs. 3 verpflichtet zur Anzeige der durchschnittlichen Auszahlungsquote je 1 € an der Stelle, an der der Einsatz geleistet wird. Kein Suchen in Fußnoten. Der Wert steht dort, wo der Knopf ist. Nur schaut kaum jemand hin.

Zur Frage nach dem Spiel mit der höchsten Gewinnchance: Sie hat keine sinnvolle Antwort. Die Quote sagt etwas über den Durchschnitt einer sehr großen Zahl von Runden aus, nichts über die nächsten zwanzig. Ein Automat mit 95,5 Prozent ist über tausend Runden günstiger als einer mit 94,3 — über zwanzig Runden ist der Unterschied Rauschen. Eine belastbare Gesamtstatistik, die deutsche Quoten mit internationalen vergleicht, existiert im Übrigen nicht; wer Ihnen eine Spanne nennt, hat sie geschätzt.

Gibt es in deutschen Online-Spielotheken progressive Jackpots?

Nein. § 22a Abs. 8 Satz 2 verbietet Jackpots bei virtuellen Automatenspielen; der Gewinn muss ein festes Vielfaches des Einsatzes sein. Wachsende Summen, die sich über viele Spieler aufbauen, gibt es unter deutscher Erlaubnis nicht. Ein Angebot, das damit wirbt und deutschsprachig auftritt, hat keine deutsche Erlaubnis.

Aufgeschlagenes Dokument mit Bonusbedingungen und Stift auf einem Schreibtisch
Die beworbene Prozentzahl steht oben. Interessant wird es zwei Absätze weiter unten.

Bonusangebote und ihre Bedingungen

Boni sind nicht verboten, sie sind nur eingehegt. § 5 Abs. 2 untersagt irreführende Werbung und unzutreffende Angaben über Gewinnchancen, Abs. 3 verbietet Rundfunk- und Internetwerbung für Automatenspiele zwischen 6 und 21 Uhr, Abs. 5 erlaubt adressierte Werbung nur mit Einwilligung und nach Abgleich mit der Sperrdatei, Abs. 6 verbietet die umsatzabhängige Vergütung von Vermittlern. Dazu kommen das Kreditverbot aus § 4 Abs. 5 Nr. 2, die Beschränkung kostenloser Angebote in § 6j und die Regel aus § 8 Abs. 4, dass nach einer aufgehobenen Sperre keine Boni und Vergünstigungen gewährt werden dürfen.

Eine Sache, die praktisch überall behauptet wird, stimmt nicht: Eine gesetzliche Obergrenze von 100 € für den Willkommensbonus gibt es nicht. Sie steht weder im Staatsvertrag noch in einer Veröffentlichung der Behörde. Dass die meisten Startangebote bei genau dieser Zahl enden, ist Marktkonvention — Betano bewirbt 80 €, BingBong 25 €, Wunderino 40 €. Wer eine Vorschrift daraus macht, schreibt vom Nachbarn ab.

Die eigentliche Unterscheidung liegt ohnehin nicht bei der beworbenen Prozentzahl. Sie liegt bei drei Größen, die im Kleingedruckten stehen. Erstens die Umsatzbedingung: Im erlaubten Markt reicht die Spanne von 20-fach bei Löwen Play und LeoVegas bis 50-fach bei StarGames. Zweitens die Bezugsgröße: 40-fach auf den Bonusbetrag allein, wie bei BingBong ausdrücklich geregelt, ist eine völlig andere Aufgabe als 40-fach auf Einzahlung und Bonus zusammen, wie bei bwin. Drittens die Frist: von drei Tagen bei StarGames bis 30 Tagen bei JackpotPiraten, BingBong, bwin und Betano.

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar. 100 € Bonus bei 20-fachem Umsatz auf die Einzahlung bedeuten 2.000 € Umsatz in 14 Tagen. Dieselben 100 € bei 50-fachem Umsatz bedeuten 5.000 € in drei Tagen. Bei einem Höchsteinsatz von 1 € je Runde und mindestens fünf Sekunden pro Spiel sind 5.000 Runden rechnerisch mindestens rund sieben Stunden reine Spielzeit, verteilt auf drei Tage — die verordneten Pausen nach 60 Minuten noch nicht eingerechnet. Das ist der Punkt, an dem der deutsche Spieltakt und die Bonusbedingung aufeinandertreffen, und kaum ein Portal führt diese Rechnung vor. Das „Geschenk“ hat einen Stundenplan.

Beim Bonus ohne Einzahlung gilt: Im erlaubten Markt ist er die Ausnahme, nicht die Regel. Was als Startguthaben beworben wird, ist meist ein Einzahlungsbonus oder eine kleine Zahl von Freispielen nach der Registrierung, wie bei AdmiralBet. Freispiele wiederum haben einen selten beachteten Stellwert: Bei LeoVegas liegt der Spielwert je Freispiel bei 0,25 €, marktüblich sind 0,10 €. 100 Freispiele zu 0,25 € sind mehr wert als 200 zu 0,10 €. In der Werbung steht immer nur die Stückzahl.

Zum kostenlosen Spielen gibt es eine klare Lage. Die Demoversion — der Automat mit Spielgeld, ohne Einsatz und ohne Gewinnmöglichkeit — ist bei den meisten erlaubten Anbietern verfügbar, oft aber erst nach der Anmeldung, weil § 6j kostenlose Angebote beschränkt und die Altersprüfung vorgeschaltet wird. Zum Kennenlernen der Mechanik taugt das. Zum Einschätzen der eigenen Gewinnchancen taugt es nicht: Die Demo läuft mit derselben Quote, aber ohne die Erfahrung, dass echtes Geld verschwindet.

Kann man in einer Online-Spielothek kostenlos spielen?

Ja, die meisten erlaubten Anbieter bieten Demoversionen mit Spielgeld an — häufig erst nach Anmeldung, weil § 6j kostenlose Angebote beschränkt und die Altersprüfung vorgeschaltet ist. Gewinne sind dabei ausgeschlossen. Ohne Anmeldung und ohne Alterskontrolle ist ein Zugang bei erlaubten Anbietern nicht vorgesehen.

Spielen ohne eigene Anwendung

Die Suche nach der Spielothek-Anwendung führt im deutschen Markt meist ins Leere, und das hat einen banalen Grund: Die Vertriebsregeln der großen Anwendungsläden machen Echtgeld-Glücksspiel aufwendig, und für einen national begrenzten Markt mit rund einem Dutzend Anbietern rechnet sich der Aufwand oft nicht. Die Regel ist also die mobile Website, nicht die installierte Anwendung.

Wer eine native Anwendung sucht, findet sie bei StarGames für iOS und Android, bei Interwetten für beide Systeme, bei AdmiralBet für beide Systeme kombiniert mit dem Wettangebot, bei bwin und Betano ebenfalls für beide. Wunderino bietet iOS an. LeoVegas hat die Lücke, die man am wenigsten erwartet: eine mehrfach ausgezeichnete mobile Umsetzung, aber die Anwendung nur für iOS, nicht für Android. Keine native Anwendung für den Automatenbereich haben Merkur Slots, Löwen Play, Jokerstar, JackpotPiraten und BingBong. Bei Merkur existiert eine Anwendung allein für die Wettmarke, bei BingBong ist das, was als Anwendung beworben wird, die Website.

Ein Nachteil ist das kaum. Die mobilen Seiten haben den vollen Funktionsumfang, lassen sich auf dem Startbildschirm ablegen und sehen danach aus wie eine Anwendung. Sie sparen Speicherplatz und aktualisieren sich ohne Zutun. Der einzige praktische Unterschied betrifft Benachrichtigungen — und wer möchte schon von einer Spielothek angestupst werden.

Alter, Ausweis und Anmeldung

Die 18-oder-21-Verwirrung lässt sich in drei Sätzen auflösen, wenn man drei Dinge auseinanderhält.

Für Online-Angebote gilt 18. § 4 Abs. 3 und § 6e Abs. 3 Satz 2 sind eindeutig, jeder erlaubte Anbieter prüft das Alter vor der ersten Einzahlung. Für stationäre Spielhallen und Spielotheken gilt ebenfalls 18, nach § 6 Abs. 1 des Jugendschutzgesetzes. Die 21 stammt aus zwei anderen Zusammenhängen: Zum einen setzen die staatlichen Spielbanken je nach Bundesland eine Altersgrenze von 18 oder 21 — das ist Landesrecht und unterscheidet sich; wer eine konkrete Spielbank besuchen will, prüft deren Hausordnung. Zum anderen ist 21 seit dem 1. Juli 2026 die Schwelle für die erste Stufe des höheren Höchsteinsatzes online. Ein 19-Jähriger darf also spielen, aber nur mit 1 € je Runde.

Bei der Anmeldung verlangt § 6a die Überprüfung der Registrierungsdaten mit geeigneten Verfahren. In der Praxis läuft das über einen Ausweisabgleich, per Videoident, per Ausweisfoto oder über eine Bankverbindung, deren Kontoinhaber bereits geprüft ist. Das Fenster beträgt 72 Stunden und 100 €: In dieser Zeit kann gespielt werden, ausgezahlt wird erst nach abgeschlossener Prüfung. Die Daten dienen zugleich der Abfrage in der Sperrdatei, die über Name, Vorname und Geburtsdatum läuft.

Ob ein Führerschein als Ausweisdokument genügt, ist eine der meistgestellten Fragen und hat keine saubere Antwort. Weder der Staatsvertrag noch die Behörde regeln das ausdrücklich; § 8 Abs. 3 spricht von einem amtlichen Ausweis oder einer vergleichbaren Identitätskontrolle. Online spielt die Frage ohnehin kaum eine Rolle, weil die gängigen Prüfverfahren auf Personalausweis oder Reisepass ausgelegt sind. Stationär entscheidet die Praxis des Betreibers, und die ist nicht einheitlich. Wer sicher gehen will, nimmt den Personalausweis mit. Und noch ein Punkt zur Klarstellung, weil danach häufig gesucht wird: Eine Spielothek ohne Ausweiskontrolle gibt es in Deutschland weder online noch stationär legal. Stationär wird bei jedem Betreten geprüft, weil die Sperrdatei nur so funktioniert.

Ab welchem Alter darf man in einer Online-Spielothek spielen?

Ab 18 Jahren, geregelt in § 4 Abs. 3 und § 6e Abs. 3 Satz 2. Dasselbe gilt für stationäre Spielhallen nach dem Jugendschutzgesetz. Die oft genannte 21 betrifft zwei andere Dinge: die je nach Bundesland unterschiedlichen Regeln der staatlichen Spielbanken und die Schwelle für höhere Einsätze seit Juli 2026.

Person schließt am Abend den Laptop an einem aufgeräumten Tisch
Vom Knopf für 24 Stunden bis zur Jahressperre: vier Werkzeuge, gestaffelt nach Verbindlichkeit.

Sperre, Spielpause und Ausstieg

Vier Werkzeuge stehen bereit, und sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Verbindlichkeit. Diese Reihenfolge kennt kaum jemand, obwohl sie im Ernstfall die wichtigste Information des ganzen Themas ist.

Das schnellste ist der Panikknopf nach § 6i Abs. 3. Er muss dauerhaft sichtbar sein, sperrt sofort, endet ohne Antrag nach 24 Stunden — und der Anbieter darf nach dem Drücken nicht nachfragen, ob es denn wirklich so gemeint war. Keine Rückfrage, kein Halteangebot. Das zweite Werkzeug ist die Limitsenkung: sofort wirksam, jederzeit, ohne Begründung. Wer sein Monatslimit auf 50 € setzt, hat in derselben Minute ein Monatslimit von 50 €.

Das dritte ist die Selbstsperre im System OASIS, geregelt in § 8, § 8a, § 8b und § 23. OASIS ist zentral und spielformübergreifend, betrieben für alle Länder von der zuständigen Behörde in Hessen. Erfasst sind Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen, Online-Automatenspiel, Online-Poker, Online-Casinospiele und Geldspielgeräte in Gaststätten. Eine Sperre wirkt also nicht bei einem Anbieter, sondern überall — auch an der Tür der Spielhalle um die Ecke. Beantragt wird sie beim Anbieter oder direkt bei der zuständigen Stelle; die Mindestdauer beträgt ein Jahr, bei der Selbstsperre auf Wunsch kürzer, aber nicht unter drei Monaten.

Das vierte ist die Fremdsperre. Sie wird veranlasst bei Anhaltspunkten für Suchtgefährdung, Überschuldung, nicht erfüllte Zahlungsverpflichtungen oder Einsätze, die außer Verhältnis zu Einkommen und Vermögen stehen — mit vorheriger Anhörung der betroffenen Person. Anregen können sie Angehörige und Betreiber. Die Regeldauer beträgt ein Jahr.

Bei der Aufhebung stehen die Angaben, die fast nirgends zu finden sind. Eine Sperre endet nicht von selbst. Sie endet nur auf schriftlichen Antrag der gesperrten Person, frühestens nach Ablauf der Mindestdauer. Und dann wirkt die Aufhebung nicht sofort: bei der Selbstsperre frühestens eine Woche nach Eingang des Antrags, bei der Fremdsperre frühestens einen Monat. Wer glaubt, sich am Jahrestag freischalten und weiterspielen zu können, hat noch eine Wartezeit vor sich. Und § 8 Abs. 4 zieht nach: Nach einer aufgehobenen Sperre sind Boni und Vergünstigungen ausgeschlossen. Die Rückkehr wird also ausdrücklich nicht beworben.

Die Abfrage selbst läuft über Name, Vorname und Geburtsdatum, die Antwort lautet nur „gesperrt“ oder „nicht gesperrt“ — mehr erfährt der Betreiber nicht. Stationär wird bei jedem Betreten geprüft, online bei der Registrierung und laufend im Betrieb.

Wenn das Spielen zum Problem geworden ist, sind diese Werkzeuge die Notbremse, nicht die Behandlung. Kostenlose und vertrauliche Beratung bieten die Suchtberatungsstellen der Länder und die Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; Angehörige können sich dort ebenfalls melden. Der Weg über OASIS und der Weg zur Beratung schließen einander nicht aus — sinnvollerweise geht man beide.

Wie lässt man sich für Spielotheken sperren und wie hebt man die Sperre wieder auf?

Die Selbstsperre wird beim Anbieter oder direkt bei der zuständigen Stelle beantragt und wirkt über OASIS bundesweit, online wie stationär. Mindestdauer ein Jahr, auf Wunsch mindestens drei Monate. Die Aufhebung verlangt einen schriftlichen Antrag nach Ablauf der Frist und wirkt frühestens eine Woche später.

Was von Tricks und Systemen zu halten ist

Die Suche nach Tricks für Spielautomaten ist so alt wie das Gerät selbst, und der deutsche Rechtsrahmen hat den Vorzug, dass er die gängigen Systeme nicht widerlegen muss — er macht sie technisch unmöglich. Vier Regeln reichen dafür aus.

Es gibt keinen Speicher zwischen den Runden. Jedes Spiel wird nach § 22a Abs. 4 einzeln erklärt, ein automatischer Neustart ist verboten, eine Erklärung für mehrere Spiele im Voraus ebenfalls. Damit fällt die Vorstellung, ein Automat sei nach einer Serie von Nieten „fällig“. Es gibt kein Parallelspiel: Abs. 10 lässt nur einen Automaten gleichzeitig zu, womit jedes System zusammenbricht, das auf dem Bespielen mehrerer Geräte beruht — das klassische Manöver aus der Spielhalle, wo man drei Geräte gleichzeitig blockiert. Es gibt keinen wachsenden Jackpot: Der Gewinn ist nach Abs. 8 Satz 2 ein festes Vielfaches des Einsatzes, was jede Strategie erledigt, die auf einen überfälligen Höchstgewinn wartet. Und es gibt den Fünf-Sekunden-Takt aus Abs. 6, der die Zahl der Runden je Stunde nach oben begrenzt, unabhängig davon, wie schnell jemand klickt.

Bleibt die Legende von der besten Tageszeit. Sie ist nicht bloß falsch, sie ist logisch unmöglich: Ein Zufallsgenerator kennt keine Uhrzeit, und die Auszahlungsquote ist ein statistischer Durchschnitt über sehr viele Runden, kein Vorrat, der sich nachts auffüllt. Wer eine Uhrzeit nennt, an der die Automaten besser zahlen, verkauft etwas.

Was tatsächlich hilft, sind unspektakuläre Dinge: die im Spiel angezeigte Auszahlungsquote vor dem Einsatz anschauen, das Monatslimit niedriger setzen als das, was man sich leisten könnte, die Verlustanzeige der letzten 30 Tage nach dem Anmelden tatsächlich lesen, und Bonusbedingungen vor der Einzahlung durchrechnen statt danach. Nichts davon erhöht die Gewinnchance. Alles davon verringert den Schaden.

Bleibt die Steuerfrage, die regelmäßig für Verunsicherung sorgt und eine beruhigende Antwort hat. Die Steuer auf das Automatenspiel zahlt der Anbieter, nicht der Spieler. Gewinne des privaten Spielers sind nicht steuerbar, weil sie keiner Einkunftsart nach § 2 Abs. 1 EStG zuzuordnen sind. Eine Ausnahme hat der Bundesfinanzhof für gewerbsmäßiges Spiel anerkannt, entschieden allerdings für Poker — am 16. September 2015 unter X R 43/12 und am 22. Februar 2023 unter X R 8/21. Für das Automatenspiel ist das praktisch bedeutungslos, weil es dort keine Fertigkeitskomponente gibt, aus der sich eine gewerbliche Tätigkeit ableiten ließe.

Zum Abschluss die Größenordnung, in der sich das Ganze abspielt. Der Tätigkeitsbericht der Glücksspielbehörde für 2025, veröffentlicht am 3. Juli 2026, weist für den legalen Markt einen Bruttospielertrag von 14,4 Milliarden Euro aus, davon 3,5 Milliarden im Online-Segment. Zum Jahresende standen 135 erlaubte Anbieter mit 232 Angeboten auf der Liste, und gegen unerlaubte Angebote wurde im vierstelligen Bereich vorgegangen. Der Bruttospielertrag ist dabei genau das, was die Spieler verloren haben. Diese Zahl gehört ans Ende, weil sie die einzige ist, die die Richtung des Geldflusses ohne Beschönigung beschreibt.

Sind Gewinne aus der Online-Spielothek steuerpflichtig?

Für private Spieler nicht. Gewinne lassen sich keiner Einkunftsart nach § 2 Abs. 1 EStG zuordnen und bleiben daher steuerfrei. Die Virtuelle Automatensteuer von 5,3 Prozent auf den Einsatz schuldet nach § 39 des Rennwett- und Lotteriegesetzes der Anbieter. Eine Ausnahme für gewerbsmäßiges Spiel hat der Bundesfinanzhof nur für Poker anerkannt.

Erstellt vom Redaktionsteam „casino-mindesteinzahlung.com”.

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